Geisha – ein Einblick in die vergessene Welt

Geisha – ein Einblick in die vergessene Welt

„Die Geisha“ entführt uns in eine geheimnisvolle Welt, die für uns so unwirklich wie ein Traum erscheint. Es ist drei Uhr morgens. Ich kann nicht schlafen. Es sind zu viele Gedanken, die mir durch den Kopf gehen. Zu viele Bilder in meinem Kopf. Bunt und wunderschön, traurig und grau. Selten nimmt mich ein Buch so gefangen. Den Film „Die Geisha“ hab ich gefühlt schon tausend Mal geguckt, weil ich ihn sehr mag. Im Sommer habe ich dann im Second Hand Shop das Buch gefunden und mitgenommen. Gestern habe ich das Buch zu Ende gelesen. Arthur Golden hat es einfach geschafft mich mit seinen Worten in eine andere, mir unbekannte Welt zu entführen. Das grausam schöne Leben der Geishas ist für Ausländer, die dazu nicht aus der Zeit kommen, unvorstellbar. Was ich mit grausam schön meine werdet ihr beim Lesen des Buches bestimmt verstehen. Sie gehen auf Partys, tragen teure Kleider und sehen wunderschön aus. Doch Geisha sein ist kein Beruf, den man Abends ablegt. Nein! – Es ist ein Leben. Selbst zum Schlafen legen sich die Geishas auf eine Nackenstütze und dürfen sich nicht Bewegen, um ihre aufwendige Frisur nicht zu ruinieren. Ihr Leben wird davon bestimmt einen reichen Danna zu finden, der sich um sie kümmert.
Geisha, rote Lippen blaue Augen Arthur Golden Japan

Arthur Golden und die berühmteste Geisha

Arthur Golden veröffentlichte seinen Roman* nach einem zehnjährigen Schaffensprozess 1997. Sein Studium in Harvard und Columbia widmete Golden der japanischen Kunst und Geschichte. Lange Zeit lebte er auch in Japan und lernte eine Geisha kennen. Sie beeindruckte in so sehr, dass er begann sich mit der Geisha-Kultur zu beschäftigen. Unterstützt hat ihn die Geisha Mineko Iwasaki. Jahrelang war sie eine der berühmtesten Geishas Japans. Sechs Jahre lang arbeitete sie ohne Pause. Zu ihren Kunden zählten reiche Geschäftsmänner, Politiker, Könige und Kaiser. Mit 29 beendete sie ihr dasein als Geisha und heiratete. Sie schrieb selbst ein Buch über ihr Leben* als Geisha.
„In diesem Moment erschien mir Schönheit an sich wie eine Art schmerzliche Melancholie.“

„Die Geisha“ – Arthur Golden

 Chiyo langer Weg

Die Geschichte spielt in Japan 1929. Chiyo (9 Jahre) und ihre Schwester werden vom Vater weggeben. Chiyo kommt in ein Geisha Haus und ihre Schwester muss als Prostituierte arbeiten. Eigentlich soll sie zur Geisha ausgebildet werden, doch durch ein Fluchtversuch, erbaut sie sich ihre Chance und wird zum Dienstmädchen. Nicht zum Beadauern der Hausgeisha Hatsumomo, die sich von ihr bedroht gefühlt hat. Durch einen Zufall lernt sie den Direktor kennen. Sie entwickelt eine Liebe für ihn, die sie dazu bringt Geisha werden zu wollen.
Eines Tages bekommt sie die Chance durch die große Geisha Mameha. sie wird ihre große Schwester und beginnt sie auszubilden. Nebenbei tut Hatsumomo alles um Chiyos, dessen neuer Geisha Name Sayuri ist, Ausbildung zu sabotieren. Doch trotz der Widrigkeiten wird Sayuri zur gefragtesten Geisha Japans. Auch wenn der Direktor für sie unerreichbar scheint, da sich sein bester Freund Nobu für Sayuri interessiert. Ihr ganzes Leben wird jedoch während des zweiten Weltkriegs zerstört. Sie wird von Nobu aus der Stadt gebracht. Während der fünf Jahre Abwesenheit verändert sich das Leben in Japan. Amerikanische Soldaten entdecken das Land für sich und die Geisha Kultur wird von ihnen Verschandelt. Wie es nun mit Sayuri weiter geht und ob sie und der Direktor je zusammen kommen, müsst ihr selbst nachlesen. Ich werde es euch nicht verraten.

Mein Fazit

In diesem Roman erhaltet ihr einen Einblick in das Leben der Geishas Anfang des 20. Jh. Es ist sehr ausführlich und detailliert geschrieben, ohne langatmig zusein. Die vielen japanischen Bezeichnungen, werden verständlich erklärt. So dass wir mit einem größerem Wortschatz das Buch beenden und auf Partys damit angeben können. Chiyos Geschichte hat mir gezeigt, wir schwer das Laben als Geisha war. Vor allem wenn es um die Liebe ging. Alle Charaktere wurden perfekt gezeichnet. Ich konnte mich in die Chiyo einfühlen und fühlte mich ihr nah. Außerdem wird eine sehr malerische Sprache verwendet, mit tollen Zitaten. – Und das trotz der Übersetzung aus dem Englischen. Ich kann dieses Buch allen empfehlen, die sowieso schon den Film gesehen haben, die sich für die Geisha Kultur interessieren oder allen, die in eine neue geheimnisvolle Welt eintauchen wollen, die nicht der Fantasie entspringt, sondern Real ist.
„Wir verkaufen unsere Fähigkeiten, nicht unsere Körper. Wir schaffen eine andere, eine geheime Welt. Einen Ort reiner Schönheit.“ „Die Geisha“ – Arthur Golden
Habt ihr schon das Buch gelesen? Was haltet ihr von der Geisha Kultur? Hier kommt ihr zu meinem letzten Beitrag.

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