„Die Farbe Lila“ von Alice Walker

„Die Farbe Lila“ von Alice Walker

„Lieber Gott“. In Alice Walkers „Die Farbe Lila“ schreibt eine junge schwarze Frau  eine Art Tagebuch an Gott, dem sie ihr Leid mitteilt. Diese Buchempfehlung hatte ich von Pinterest – Bücher die Emma Watson empfiehlt. Und wenn es Emma Watson empfiehlt muss es natürlich gelesen werden. Und jetzt hab ich es endlich geschafft und bin sehr froh darüber:

Alice Walker
Die farbe lila

Alice Walker

Bevor ich auf das Buch eingehe, wollte ich euch noch etwas über die Autorin erzählen, in Bezug auf das Buch. Alice Walker erreicht mit „Die Farbe Lila“ große Anerkennung und bekam sogar den Pulitzer-Preis als erste schwarze Frau verliehen (1985). Sie zählt zu den bedeutendsten afroamerikanischen Autoren. Sie war politische Aktivistin und setzte sich für eine Förderung von schwarzen Kindern ein. In der Zeit kam sie auch das erste mal in Kontakt mit afroamerikanischen Schriftstellern. Dadurch wurden ihr neue Wege eröffnet. An „Die Farbe Lila“ arbeitet sie ein Jahr. Nach dem großen Erfolg des Buchs angagierte sie sich auch sehr für die Frauenbewegung. Der Begriff „womanist“, wurde sogar von ihr geprägt.

 „Womanist is to feminist as purple is to lavender“.

Alice Walker

Inhalt

Mit 14 Jahren beginnt die junge schwarze Celie Briefe an Gott zu schreiben. Er war der einzige dem sie sich anvertrauen konnte. Um ihre Schwester Nettie zu schützen ließ sie sich vom Vater vergewaltigen. Sie bekam zwei Kinder von ihm, die er einfach weggab, ohne Information über den Aufenthaltsort.  

Nachdem ihre Mutter getsorben ist, heiratete ihr Vater eine neue Frau und  zwingt Celie einen fremden Mann  , der nur Mr. genannt wird. Mr. schlägt und misshandelt Celie auch. Sie wird zur Haussklavin gemacht. Sie kümmert sich um den Haushalt, die Feldarbeit und um die verzogenen Kinder von Mr. 

Eines Tages taucht Nettie auf, die vor ihrem Vater geflohen ist und Zuflucht bei Celie und Mr. sucht. Celie ist überglücklich ihre Schwester bei sich zu haben. Doch nach einiger Zeit fängt Mr. sich an Nettie heranzumachen. So ist Nettie wieder gezwungen zu fliehen. Vor dem Abschied verspricht sie Celie zuschreiben, doch da nie ein Brief ankommt, denkt Celie, dass Nettie tot ist.

Celie lebt wieder ihr trostloses Leben, aus dem sie sich nicht traut zu auszubrechen. Mr. bringt eines Tages seine Affäre Shug Avery mit, die krank ist. Celie ist fasziniert von ihr, die doch so ganz anders ist, als das was sie kennt. Die Sängerin  lässt sich von keinem Mann etwas sagen und tut was ihr gefällt. Am Anfang sieht Shug in Celie nur ein Dienstmädchen, doch es entwickelt sich eine starke (körperliche) Freundschaft zwischen ihnen. Celie gewinnt Selbstbewusstsein um sich zu wehren. Nachdem sie in Mr. Unterlagen Briefe von Nettie entdeckt, die er ihr nie gegeben hat, geht sie mit Shug nach Memphis. Dort näht sie Hosen für Frauen und erlangt auch so ihre finanzielle Freiheit.

„Wer glaubst du, wer du bist? […] Du bist schwarz, du bist arm, du bist hässlich, du bist eine Frau. Verdammt noch mal, […] du bist nix, überhaupt nix!“

„Die Farbe Lila“ von Alice Walker 

Zum Buch und Fazit

Alice Walker hat in ihrem Roman versucht die Stellung afroamerikanischen Frauen in der ersten hälfte des 20. Jahrhunderts darzustellen. Vor allem mit den verschiedenen weiblichen Charaktere, die dargestellt wurden, kann man sich identifizieren. Mit der Protagonistin Celie haben wir eine Frau, die ihr schlimmes Schicksal akzeptiert hat. Vom Vater und ihrem Ehemann missbraucht kannte sie keine Liebe und Sex hatte für sie nur etwas mit Gewalt zutun. Doch mit der Frauenpower schafft Celie sich zu emanzipieren..

Shug ist die selbstbewusste und emanzipierte Frau, die sich nichts gefallen lässt. Aber trotzdem weiß wie man das Spiel des Lebens spielt. Sophie, die mir persönlich auch sehr an Herz gewachsen ist, hat Harpo das Leben nicht leicht gemacht. Sie ist eine starke Frau, die sich nichts gefallen lassen wollte. Leider hatte sie nicht so viel Glück. Durch eine Gefängnisstrafe, hat sie viel von ihrer Zeit und ihrer Kraft eingebüßt.

Besonders gut hat mir die Schreibweise gefallen. Durch die Briefform hatte man das Gefühl, als ob man ein Tagebuch ließt – was es ja teilweise auch war. Es war einfach persönlich. Und die Sprache die benutzt wurde hat dabei auch sehr geholfen. Ich hatte das Gefühl, dass Celie mir alles persönlich erzählt.

Ich bin der Meinung jeder sollte das Buch lesen. Es spielt zwar nicht mehr in unserer Zeit, doch das Thema ist immer noch aktuell. Ob es nun der Sexismus ist oder der Rassismus, beide Themen betreffen uns. 

Ich hoffe euch hat meine Rezession gefallen. Habt ihr das Buch schon gelesen? Wie fandet ihr es? Schreibt es mir gerne in den Kommentaren.

Hier noch mein letzter Eintrag, schaut gerne vorbei.


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